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Was ist eine Herden- bzw. Populationsimmunität und warum ist diese so wichtig?

Herdenimmunität, ist auch als Populationsimmunität bekannt und wird manchmal auch Basisimmunität oder Grundimmunität bezeichnet.

Sie bezieht sich auf eine Bevölkerung (Population) und unterscheidet sich damit grundsätzlich von der individuellen Immunität, die sich immer auf den einzelnen Menschen bezieht.

Sie bedeutet den Schutz anfälliger Personen gegen eine Infektion durch einen ausreichend großen Anteil von Immunisierten in einer Population und ist damit ein indirekter Schutz: wenn ein ausreichend hoher Prozentsatz einer Population bereits immun geworden ist, auf welchem Wege auch immer, vermindern sich die Ausbreitungsmöglichkeiten des Erregers in der Population insgesamt.

Die Herdenimmunität ist damit auch die „Unfähigkeit“infizierter Personen, einen epidemischen Ausbruch zu verbreiten, weil keine ausreichend große Anzahl an anfälligen Personen mehr vorhanden ist.

Sie basiert auf der individuellen Immunität, die durch natürliche Infektion, Kreuzimmunität oder durch Impfung erlangt werden kann.

Besteht Herdenimmunität gegenüber einem Erreger ist die Phase der Epidemie vorbei und der Erreger wird endemisch, sprich heimisch und trifft nur noch lokal auf.

Der Begriff Herdenimmunität wurde vor mehr als hundert Jahren eingeführt. In der zweiten Hälfte des letztenJahrhunderts wurde die Verwendung des Begriffs mit der Ausweitung der Immunisierungsprogramme immer häufiger.

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